Ausgabe 5/2026

30. Mai 2026

Von KI bis Energie: Wo die nächsten Engpässe entstehen

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Kapitalmärkte stehen Ende Mai 2026 weiterhin im Spannungsfeld zwischen starken Wachstumsthemen und spürbaren Belastungsfaktoren. Auf der einen Seite treiben künstliche Intelligenz, Rechenzentren, Halbleiter und Energie-Infrastruktur viele Unternehmensgewinne. Auf der anderen Seite bleiben Inflation, Zinsen, Energiepreise und geopolitische Unsicherheiten wichtige Einflussgrößen.

Für langfristige Anleger ist entscheidend: Welche Entwicklungen verändern die wirtschaftliche Struktur dauerhaft?

Eine dieser Entwicklungen ist der enorme Bedarf an Rechenleistungdurch „Inference“. Lesen Sie hierzu den Beitrag:

Warum Inference die nächste große Phase der KI-Revolution ist

Sehr verkürzt erläutert ist Inference die konkrete Zusammenarbeit von Mensch und Maschine. Der Mensch stellt eine Aufgabe, die KI führt sie aus. Nicht nur einmal, sondern wiederkehrend, jeden Tag, immer umfangreichere Aufgaben. Dies ist nicht mehr die vorübergehende Nutzung eines Rechenzentrums für das Training eines KI-Modells. Dies ist der dauerhafte Einsatz von KI-Anwendungen bei Suchanfragen, Texten, Analysen, Programmierung, Kundenservice, Medizin, Industrie oder Finanzdienstleistungen. Jede einzelne Nutzung benötigt Rechenleistung.

Die KI-Anbieter bauen derzeit ganze Mannschaften von Spezialisten auf, die in den Unternehmen die Mitarbeiter trainieren, wie sie jeden Tag mehr Aufgaben an ein KI-Modul delegieren können. Die Nutzung der KI-Modelle steigt damit exponentiell – und damit der Bedarf an Rechenleistung. Das lässt die Nachfrage nach Speicherchips und damit Umsätze und Gewinne der Hersteller explodieren. Wir als Anleger können davon profitieren, indem wir in Fonds und ETFs investieren, die diese Halbleiterindustrie abbilden.

Quelle: baha
Hinweis: dieser ETF, der einen Index für Hersteller von Halbleitern abbildet, ist Bestandteil der Allokation der verwalteten Strategie „Vermögen für Leben“.

Ein weiterer Engpass ist Energie. In Deutschland haben wir Wind- und Solarkraftwerke aufgebaut und zuverlässige Grundlast-Kraftwerke außer Betrieb genommen. Leider gibt es noch nicht genügend Kapazität, um Überschuss-Strom in ausreichender Menge zu speichern und dann bei Dunkelheit und Windflaute auszuliefern. Und es fehlen die Leitungen, um den Strom vom Offshore-Windkraftwerk im Nordosten zu den Industrieregionen im Südwesten zu liefern.

Das Ergebnis: Alleine 2024 entstand ein Aufwand von über 3 Milliarden Euro für Netzanpassungsmanagement und für Vergütungen an Unternehmen, die flexibel genug sind, Überschuss-Strom abzunehmen. NORDSEE, nur als denkbares Beispiel, könnte Vergütungen erhalten, wenn es die Leistung seine Kühlhäuser genau dann hochfährt, wenn zuviel Strom produziert wird.

Mehr Informationen lesen Sie in zwei Blogbeiträgen:

Warum wir Energie-Infrastruktur heute als langfristiges Kerninvestment sehen
Negative Strompreise: Wenn Strom keinen Abnehmer findet

Im Feil & Künzel Expertentalk besprechen wir die Gründe, warum die Wirtschaft in den USA besser läuft als in Deutschland und der EU – und warum es für Langfrist-Investoren keine Alternative zu Aktien gibt. Hier ist der Link:

Videos für Ihren Vermögensaufbau – So holen Sie das Beste raus
siehe Video # 24.

Herzliche Grüße
Walter Feil

Walter Feil - IhrKonzept-GmbH - Portrait
Walter Feil:
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Walter Feil