Die größten Anlagechancen sehen die Experten vor allem bei qualitativ hochwertigen Unternehmen mit soliden Geschäftsmodellen, im Finanzsektor, in der Industrie und im Gesundheitswesen. Auch Technologieunternehmen bleiben interessant. Gleichzeitig rücken unterbewertete Aktien und Unternehmen außerhalb der großen amerikanischen Technologiekonzerne stärker in den Fokus.
Bei den Investments, die eher gemieden werden sollen, fallen insbesondere Basiskonsumgüter, hoch verschuldete Unternehmen und Teile des Technologiesektors auf. Bemerkenswert ist, dass Künstliche Intelligenz sowohl bei den Chancen als auch bei den Risiken genannt wird. Offenbar unterscheiden die Experten zunehmend zwischen Unternehmen, die langfristig tatsächlich von KI profitieren, und solchen, deren Aktienkurse bereits sehr hohe Gewinnerwartungen widerspiegeln.
Als größte Risiken für die Aktienmärkte nennen die Befragten steigende Zinsen und eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums. Hinzu kommen Inflationsrisiken, die starke Konzentration der Aktienindizes auf wenige große Unternehmen und die Unsicherheit über die wirtschaftlichen Erträge der enormen Investitionen in Künstliche Intelligenz.
Was bedeutet das für unsere Anlagestrategie „Vermögen fürs Leben“?
Die Einschätzungen bestätigen für mich, wie wichtig eine breite Diversifikation und die sorgfältige Bewertung einzelner Marktsegmente sind. Technologie und KI bleiben langfristig interessante Wachstumsfelder. Entscheidend ist aber nicht allein, wie stark ein Unternehmen wächst, sondern ob seine zukünftigen Gewinne den heutigen Aktienkurs rechtfertigen.
Gerade bei der Zusammenstellung unserer Start-Allokation werde ich deshalb darauf achten, Wachstumschancen zu nutzen, ohne die Risiken hoher Bewertungen und einer starken Konzentration auf einzelne Branchen aus dem Blick zu verlieren.
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