ERGO LIFE S.A. weist darauf hin, dass der Kauf und Verkauf von ETFs gemäß den Richtlinien für „Best Execution“ durchgeführt wird. Was bedeutet das? ChatGPT liefert folgende Auskünfte:

Die Best-Execution-Policy verpflichtet Wertpapierdienstleistungsunternehmen, bei der Ausführung von Kundenaufträgen alle hinreichenden Maßnahmen zu ergreifen, um das bestmögliche Ergebnis für den Kunden zu erzielen. Die Grundlage bilden insbesondere Artikel 27 der europäischen Finanzmarktrichtlinie MiFID II sowie die dazugehörigen Ausführungsbestimmungen.

Wichtig ist: Best Execution bedeutet nicht, dass ein ETF zwingend über die Börse gehandelt werden muss. Auch ein außerbörslicher Handel (OTC – Over the Counter) kann das beste Ergebnis liefern. Entscheidend ist, welcher Ausführungsweg unter Berücksichtigung sämtlicher Kosten das wirtschaftlich günstigste Ergebnis ermöglicht.

Soweit die Zusammenfassung, die mir der Robot liefert. Aus meiner Sicht ist es offensichtlich, dass ein institutioneller Großanleger, auch verursacht durch die Verpflichtung, stets die Richtlinien für „Best Exekution“ zu beachten, zu günstigeren Konditionen handelt als ein privater Anleger.

Das Stichwort erinnert mich auch an die heftige Diskussion über den „Payment für Order Flow“ (PFOF), die vor einigen Jahren die Gemüter erhitzte. Ich frage dazu noch einmal bei ChatGPT nach und erhalte Auskünfte wie folgt:

Sie meinen das sogenannte Payment for Order Flow (PFOF). Darüber gab es insbesondere zwischen 2021 und 2024 eine intensive Diskussion in Deutschland und auf europäischer Ebene. Im Mittelpunkt standen Neobroker wie Trade Republic, Scalable Capital und Smartbroker.

Das Geschäftsmodell war einfach: Die Broker boten ihren Kunden eine kostenlose oder sehr günstige Depotführung und Wertpapiertransaktionen für teilweise nur einen Euro an. Einen Teil ihrer Einnahmen erzielten sie dadurch, dass Handelsplätze beziehungsweise Market Maker ihnen Vergütungen für die Weiterleitung der Kundenaufträge zahlten. Das war nicht grundsätzlich geheim, denn die Vergütungsmodelle mussten regulatorisch offengelegt werden. Vielen Privatanlegern dürfte allerdings nicht bewusst gewesen sein, dass ihr Broker neben der sichtbaren Ordergebühr zusätzliche Einnahmen aus der Auftragsweiterleitung erzielte.

Der entscheidende Kritikpunkt: Der Broker könnte einen finanziellen Anreiz haben, Kundenaufträge an den Handelsplatz mit der höchsten Rückvergütung weiterzuleiten, statt an denjenigen, der für den Kunden den günstigsten Ausführungspreis bietet. Das ist genau der Interessenkonflikt, den die europäischen Best-Execution-Regeln verhindern sollen.

Wer erhielt welche Beträge?

Bei den konkreten Summen muss man zwischen nachgewiesenen Einnahmen, Unternehmensumsätzen und Schätzungen unterscheiden.

Unternehmen Bekannt gewordene Größenordnung
Trade Republic PFOF machte zuletzt knapp 20 % des Umsatzes aus, nach Aussage des Mitgründers Christian Hecker im Juli 2026.
Scalable Capital PFOF war Bestandteil des Geschäftsmodells. Eine belastbare Gesamtsumme der erhaltenen Rückvergütungen liegt mir nicht vor.
Smartbroker und weitere Neobroker Ebenfalls Teil der damaligen PFOF-Diskussion; keine verifizierte Gesamtsumme verfügbar.

Besonders aufschlussreich ist Trade Republic: Für das Geschäftsjahr 2023/2024 wurden rund 340 Millionen Euro Umsatz berichtet. Legt man rein rechnerisch einen PFOF-Anteil von 20 % zugrunde, ergäben sich 68 Millionen Euro jährlich. Das ist ausdrücklich keine nachgewiesene historische PFOF-Zahl. Die 20-%-Angabe stammt aus dem Jahr 2026 und darf nicht ohne Weiteres auf 2023/2024 übertragen werden. Sie verdeutlicht aber die wirtschaftliche Größenordnung des Geschäftsmodells. Eine exakte Vergütung je Order kann ich für die genannten Unternehmen aus den überprüften Quellen nicht belastbar beziffern.

++++++ Ende Zitat aus ChatGPT +++++++

Die „Best Exekution“ – Richtlinien, die für die Erteilung von Orders in Zusammenhang mit dem fonds interne collectif  gelten, sorgen dafür, dass solche Geschäftspraktiken außen vor bleiben.

Walter Feil