Ebase übernimmt Wertpapiergeschäft der Augsburger Aktienbank

Geposted von Walter Feil am

Seit mehr als zwanzig Jahren schätzen wir die Zusammenarbeit mit der Augsburger Aktienbank, kurz „AAB“ bezeichnet. Am 1. Juli 2020 wurde veröffentlicht, dass die Fondsbestände der Bank an ebase (European Bank for Financial Services GmbH) übertragen werden.

Zum Hintergrund: Die AAB war früher einmal im Besitz der Allianz AG. Die Allianz wollte damit ihrem Vertrieb die Möglichkeit verschaffen, neben Versicherungsverträgen auch Bankprodukte anzubieten. Dann kaufte die Allianz (für an die 30 Milliarden Euro) die Dresdner Bank. In Folge besaß die Allianz zwei Banken: die große Dresdner Bank und die kleine, aber feine Augsburger Aktienbank. Sie brauchte aber keine zwei Banken und verkaufte die AAB an den Münsteraner Konzern LVM, häufig auch als „Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster“ bezeichnet. Auch die LVM verfolgte das gleiche Ziel wie vorher die Allianz: ihr Außendienst sollte die Möglichkeit erhalten, auch Bankprodukte zu vermitteln.

Die AAB als Dienstleister für Depotkunden und deren Betreuer

Das Kerngeschäft der AAB war und blieb das B2B-Geschäft. Die AAB versteht sich als Dienstleister für Anlageberater und Anlagevermittler, die ihre Kunden beim Aufbau eines Investmentvermögens beraten und begleiten und hierzu einen Bankpartner brauchen, der die Depots führt, die Transaktionen umsetzt und das Reporting sicherstellt. 180.000 Kunden nutzen heute die AAB als Onlinebank ihres Vertrauens. Sie haben der AAB einen Investmentvolumen von 17 Milliarden Euro zur Verwahrung anvertraut.

ebase mit gleichwertigen Dienstleistungen für Depotkunden und deren Betreuer

Wir kennen das Geschäftsmodell von ebase seit vielen Jahren und hatten erst jüngst wieder Gespräche mit Führungskräften der Bank. Die Dienstleistungen von ebase sind dem Angebot der AAB sehr ähnlich, in einigen Bereichen auch umfangreicher. Auch dort können wir Depots einrichten, die den Kauf von Investmentfonds ohne Ausgabeaufschlag abwickeln, so wie Sie es für Ihre Depots bei der AAB gewohnt sind. Vermutlich wird die Umstellung von AAB zu ebase kaum Veränderungen für Sie mit sich bringen.

Zeit bis Mitte 2021

Bis zur Jahresmitte 2021 soll der Investmentbestand der AAB an ebase übergehen. Der Standort der Bank und ein großer Teil des Mitarbeiterstammes in Augsburg werden erhalten bleiben. Die Vereinbarungen hierzu wurden am 30.06.2020 geschlossen. Dies bedeutet: alle Beteiligten haben ein volles Jahr Zeit, diese Veränderung vorzubereiten und eine reibungslose Migration sicherzustellen. Wir als Betreuer der von uns vermittelten Depots haben per 2.7.2020, zwei Tage nach dem Abschluss der Vereinbarungen, noch keine detaillierten Informationen vorliegen. Wir sind allerdings davon überzeugt, dass in den kommenden Wochen und Monaten umfassende Informationen folgen werden, was genauso bleibt wie bisher und an welchen Stellen Veränderungen einzuplanen sind. Wir werden Sie informieren und – falls Veränderungen vorzubereiten sind – auch in dieser Phase unterstützen.

weitere Informationen:

https://www.fondsprofessionell.de/news/uebersicht/headline/ebase-uebernimmt-wertpapiergeschaeft-der-augsburger-aktienbank-198835/ref/3/

https://www.ebase.com/

Walter Feil