Der japanische Nikkei-Index könnte gemäß der Auffassung von Capital Economics (CE) seinen jüngsten Aufwärtstrend bis Jahresende 2014 bis auf 17.000 (per 11.09.: 15.922) fortsetzen und in 2016 die Marke von 18.500 erreichen. Gründe hierfür sind nicht alleine die (gewollte) Schwäche der japanischen Währung, sondern auch der allgemeine Aufwärtstrend in zahlreichen Aktienmärkten. Der amerikanische Aktienmarkt (hier dargestellt mit dem S&P 500) erreichte von 2012 bis 2014 eine gleich starke Kurssteigerung.

Der japanische Aktienindex erlebte seit der Wahl von Shinzo Abe zum Premierminister eine bemerkentswerte Steigerung - per Saldo jedoch kaum abweichend vom allgemeinen Trend z.B. der USA-Aktienmärkte.

Der japanische Aktienindex erlebte seit der Wahl von Shinzo Abe zum Premierminister eine bemerkenswerte Steigerung – per Saldo jedoch kaum abweichend vom allgemeinen Trend z.B. der USA-Aktienmärkte.

Ein gewichtiger Grund für eine positive Entwicklung des Nikkei wäre eine weitere Lockerung der BoJ-Geldpolitik. CE erwartet eine solche Lockerung mehr als viele andere Analysten und sieht deswegen den japanischen Aktienmarkt gut gestützt.

Entscheidend für weiteren Kapitalzufluss nach Japan und damit weitere Kurssteigerungen ist auch die Überzeugung bei den internationalen Investoren, dass Shinzo Abe die angekündigten Reformen umsetzt. Solange dieser dritte und wesentliche Schritt der Wiederbelebungs-Maßnahmen für die japanische Wirtschaft nicht überzeugend umgesetzt wird, könnte der Nikkei weiterhin mit hoher Volatilität aufwarten.

Fazit für die Allokation:
Japan könnte 2015 zu einem Outperformer werden – allerdings mit großem Rückschlags-Potential, wenn die Erwartungen der Investoren nicht erfüllt werden. Damit muss ein Investment in diesem Markt und die Nachrichtenlage aus Japan besonders aufmerksam verfolgt werden.

Walter Feil
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