Das ETF-Portfolio umfasst mittlerweile sieben Positionen und einen notwendigen Mindestbetrag von 2 % Liquidität. Jetzt interessiert mich, ob das Ziel einer ausgewogenen breiten Streuung schon erreicht ist ob noch Korrekturen erforderlich sind.

Das Portfolio: 66 % Aktien, 32 % Geldmarkt und 2 % Cash

Die Branchen: 18 % IT, 14 % Gesundheit und 9 % Finanzwerte

Die Informationstechnologie einschließlich KI-Konzernen ist mit nur 18 % im Portfolio enthalten. Das ist deutlich weniger als im S&P 500, dem größten Index der USA, der einen Anteil von 37 % IT enthält und auch noch größer als der IT-Anteil im Weltaktienindex mit knapp 31 %. Das Portfolio ist damit nicht so empfindlich, wenn die Verunsicherung in Zusammenhang mit der Finanzierung und der Energieversorgung von Rechenzentren noch zunehmen würde. Eine Quote von 32 % Liquidität ist ein guter Grundstock, die IT-Investments aufzustocken, wenn sich abzeichnet, dass der gegenwärtig zu beobachtende Kursrückgang einen Boden findet. Ich rechne fest damit, dass die großen KI-Konzerne, häufig auch als Hyperscaler bezeichnet (weil sie ihre Geschäftsmodelle über IT-Dienstleistungen extrem skalieren können), in absehbarer Zeit wieder mehr Zuspruch von den Investoren erhalten werden.

Die Länderaufteilung: 38 % USA – und 32 % Euro-Geldmarkt

Die automatisch erstellte Analyse nach Ländern täuscht natürlich auf den ersten Blick. 32 % liegen nicht in Aktien breit gestreut, sondern in einem Geldmarkt-ETF in Währung EUR. Für diese Darstellung müsste man diesen Anteil herausnehmen. Allerdings würfde auch dies zu einem irreführenden Bild führen. Zahlreiche Unternehmen, vor allem die Hyperscaler, sind in den USA gelistet, erzielen jedoch Umsätze und Gewinne in vielen Regionen rings um den Globus. Wir werden immer wieder zum Ergebnis kommen, dass die Börsen der USA der Nabel der Welt sind. Aber, nochmal: Es kommt darauf an, in welchen Regionen die Gewinne entstehen.

Die größten Positionen: 2,52 % Micron Technology, 1,16 % Apple

Das Basis-Investment mit drei weltweit investierenden ETFs führt zu einer sehr großen Anzahl von Positionen, vor allem aus dem Marktsegment der sogenannten „Value“ – Aktien. Eine Weltfirma wie Apple ist in diesem Portfolio (… mit noch 32 % Liquditätsreserve) nur mit 1,16 % enthalten, Microsoft mit 0,86 %. 

Das kann kein Dauerzustand bleiben. Diese Unternehmen müssen gemäß ihrer Bedeutung für die Weltwirtschaft höher gewichtet werden, vor allem, weil sie auch (das ist meine Überzeugung) eine überdurchschnittliche Gewinnentwicklung liefern werden.

Wie sähe es aus mit 10 % Global Titans?

Eine Lösung wäre ein ETF, der gezielt die größten Unternehmen der Welt abbildet, zum Beispiel „Dow Jones Global Titans 50“. Wenn ich diesen ETF mit 10 % in das Portfolio einbaue, ändert sich die Liste der größten Positionen wie folgt:

Die zehn größten Positionen würden auf gesamt 13,65 % ansteigen, Apple, Microsoft und Nvida wären dann mit fast 2 % im Portfolio vertreten. Darüber kann die nächsten Tage entschieden werden. Per 30.10. bewegen sich die KI-Werte in die „richtige“ Richtung, für jemand, der auf einen günstigen Einstieg wartet.

Walter Feil