Stand 6:30 Uhr MEZ: Nach den bisherigen Wahlergebnissen und Medienprognosen zeichnet sich ab, dass die Demokraten künftig in beiden Kammern des US-Kongresses – im Senat und im Repräsentantenhaus – die Mehrheit stellen könnten. Für den Senat wird der Mehrheitswechsel bereits gemeldet. Im Repräsentantenhaus ist die Entscheidung noch nicht endgültig gefallen.
Die veränderten Mehrheitsverhältnisse könnten die Handlungsmöglichkeiten von Präsident Donald Trump deutlich einschränken. Besonders in der Energiepolitik, bei der Förderung fossiler Brennstoffe und erneuerbarer Energien sowie bei steuerlichen und regulatorischen Fragen könnten sich neue Perspektiven ergeben.
An den Aktienmärkten können solche politischen Veränderungen zunächst erhebliche Kursschwankungen auslösen. Anleger versuchen abzuschätzen, welche Branchen und Unternehmen profitieren und welche möglicherweise Nachteile hinnehmen müssen.
Ich gehe davon aus, dass es einige Tage dauern wird, bis sich die erste Aufregung über den Wahlausgang gelegt hat. Danach dürfte sich der Blick der Anleger wieder stärker auf die entscheidende Frage richten: Wie entwickeln sich die Gewinne der Unternehmen in den kommenden Jahren? Denn langfristig ist die Gewinnentwicklung der wichtigste Treiber der Aktienkurse.
Gestern teilte mir die ERGO LIFE S.A. mit, dass ich die Start-Allokation unseres Fonds „Vermögen fürs Leben“ noch bis zum 9. November anpassen kann. Damit bleiben drei Börsentage, um die weitere Marktentwicklung zu beobachten und gegebenenfalls auf veränderte Erwartungen zu reagieren.
Die jüngsten Kursentwicklungen kamen uns dabei durchaus entgegen. Einige Technologie-ETFs aus den Bereichen Halbleiter, Cybersecurity und Informationstechnologie haben zuletzt nachgegeben. Für bereits investierte Anleger bedeutet das zunächst Kursverluste. Für einen Fonds, der seine Start-Allokation noch zusammenstellt, können niedrigere Kurse dagegen eine Chance sein. Voraussetzung ist natürlich, dass die langfristigen Ertragsaussichten der betreffenden Unternehmen weiterhin überzeugen. Ein niedrigerer Kurs allein macht eine Aktie oder einen ETF noch nicht zu einem attraktiven Investment.
Ich werde deshalb die ETFs auf meiner Beobachtungsliste bis zum 9. November weiter verfolgen und prüfen, ob sich daraus sinnvolle Anpassungen unserer Start-Allokation ergeben. Mal sehen, welche Möglichkeiten uns die kommenden Börsentage noch bieten.
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