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Ausgabe 07/2022

30. Juni 2022

Guten Tag, reader reader.

    Europa steht aktuell vor einem großen Problem: die Verfügbarkeit von Energie, allem voran von Gas, hängt wesentlich von den Lieferungen aus Russland ab.

    Wenn jemand heute die deutsche Wirtschaft empfindlich treffen wollte, gäbe es dazu (theoretisch) einige Möglichkeiten. Zwei dieser Möglichkeiten wären:
    1. Er lässt Bomben auf das Werksgelände der BASF in Ludwigshafen fallen.
      Wenn die Produktion dort stillsteht, dauert es nicht mehr lange, bis die Produktion in hunderten von weiteren Unternehmen stillsteht. Die Produkte der BASF sind unverzichtbare Bestandteile in Tausenden Produkten in Deutschland und Europa.
    2. Er schneidet die BASF von der Gaslieferung ab.
      Martin Brudermüller, CEO der BASF, warnte bereits Anfang April dieses Jahres davor, dass der Ausfall der Gaslieferungen aus Russland fatale Folgen für die deutsche Wirtschaft haben würde. „Wir würden Arbeitslosigkeit auf hohem Niveau bekommen, viele Unternehmen würden insolvent. Das würde zu irreversiblen Schäden führen.“
    BASF: CEO Brudermüller warnt vor Gasembargo gegen Russland | KunststoffWeb



    Die BASF braucht das Gas nicht nur für die Prozesswärme zur Aufrechterhaltung der Produktion, sondern auch als Grundstoff zur Herstellung zahlreicher Produkte. Damit ist das von Russland gelieferte Gas nicht einfach zu ersetzen. Die Produktionsprozesse sind genau auf die Eigenschaften dieses Gases abgestellt und müssten bei einer Umstellung sehr aufwändig und zeitintensiv angepasst werden.

    Dem russischen Kriegsherrn dürften diese Abhängigkeiten bekannt sein. Anfang Juni reduzierte Russland die Gaslieferungen durch die Pipeline „Nordstream 1“ auf nur noch 40 % der bisher üblichen Menge. Die angeblich „technischen Probleme“ bezeichnete unser Wirtschaftsminister als Vorwände.
    Grafik-Gasmenge-Nord-Stream-1_Quelle-DWS_Walter-Feil-Vermoegensaufbau_01
      Quelle: DWS

      Die deutsche Bundesregierung rief sodann am 23. Juni die zweite Stufe des Notfallplanes Gas aus.

      Ein Mangel an Energie wüde die europäische, vor allem die deutsche Wirtschaft, stark behindern. Dies würde auch die Kurse von europäischen Aktien zurückgehen lassen. Mit dieser Entwicklung müssen wir Anleger somit noch vorsichtiger sein als bisher. Was wir für Heizung, für Strom und an der Tankstelle ausgeben, steht uns nicht mehr für den anderweitigen Konsum zur Verfügung.

      In den USA wird der Aktienmarkt ebenfalls eingebremst. Auch dort sind die Energiepreise stark angestiegen. Zusätzlich wirkt bereits die Erhöhung des Leitzinses als Bremse in der Wirtschaft. Die Fed hat die ersten Erhöhungen umgesetzt. Weitere werden folgen. Parallel dazu steigt auch der Kapitalmarktzins.

      Dr. Jens Erhardt sagte in einem am 29.06. veröffentlichten Interview, dass mit den jetzt deutlich höheren Darlehenszinsen bereits ein Drittel der US-Bürger nicht mehr qualifiziert sind, Hypothekendarlehen zu erhalten. Dies reduziert die Nachfrage nach Neubauten beträchtlich. Die vorher durch die Decke geschossenen Preise für Bauholz kamen bereits wieder zurück.

      In den kommenden Monaten schätze ich die Chancen, in den Aktienmärkten einen Wertzuwachs zu erzielen, geringer ein als das Risiko, einen weiteren Wertrückgang zu erleiden. Jeder Anleger mag deswegen für sich entscheiden, ob er mit Blick auf die langfristige Entwicklung einen eventuellen Durchhänger aussitzen möchte oder sein Investment vorübergehend reduziert.

      Das Musterportfolio, das für ein Investment im Tarif LVL70 bei ERGO LIFE geführt wird, hat per Anfang Mai die Aktieninvestments auf 50 % zurückgefahren und ist seitdem wie folgt zusammengesetzt:

      • 20 % in einem ETF „Weltaktienindex“.
      • 10 % in einem ETF „Öl und Gas“
      • 20 % in einem ETF „Global Dividends“
      • 50 % in einem ETF auf Staatsanleihen BRD mit sehr kurzer Restlaufzeit
        Dieser Teil des Investments hat keine Schwankungen, weder nach unten noch nach oben.
      Die drei Positionen in den Aktienmärkten lieferten eine hohe Volatilität: am meisten Öl und Gas, dann auch der Dividenden-ETF, am wenigsten der Weltaktienindex. Nach Ablauf von fast zwei Monaten liegen alle drei Positionen wieder sehr nahe beieinander. Jedoch: die 50 % kurzlaufende Staatsanleihen haben 50 % des Portfolios aus den Schwankungen herausgehalten und in diesen zwei Monaten den Rückgang des Gesamtportfolios damit deutlich gebremst.
      LVL70_Musterportfolio-3_vom-06-05-bis-29-06-2022
        Steht uns tatsächlich noch ein deutlicher Rückgang der Aktienmärkte bevor? Oder denken die Investoren schon über den Tellerrand hinaus und lauern auf günstige Gelegenheiten zum Kauf?

        Ich weiß es nicht. Auf Sicht von mehreren Jahren, das ist meine Überzeugung, werden wir höhere Bewertungen sehen als heute. Jedenfalls werde ich Sie weiterhin informiert halten, welche Prognosen die großen Analysehäuser veröffentlichen und welche Schlüsse wir daraus ziehen können.

        Die aktuellsten Prognosen lesen Sie im Kapitalmarktausblick für den Juli. Hier ist der Link:
        Kapitalmarktausblick per Juli 2022 (ihrkonzept.de)



        Das Musterportfolio 3 für die lebenslang steuerbegünstigte Versicherung gemäß Tarif LVL70 liegt nunmehr (nach acht Jahren und sechs Monaten) bei plus 119 Prozent. Die Allokation wurde am 6. Mai angepasst. Die aktuelle Allokation finden Sie hier:

        LVL70 - Musterportfolios 2 und 3: Ergebnisse per 28.06.2022 und Allokation ab Juli 2022 (private-insuring.de)



        Ihr Walter Feil
        Ihre Carina von Oosten



        Für nähere Auskünfte stehen meine Tochter und ich jederzeit zur Verfügung. Sie erreichen uns wie folgt:

        Walter Feil:
        Mail: wf@ihrkonzept.de
        Tel.: 07223 – 990 98 11

        Carina von Oosten:
        Mail: co@ihrkonzept.de
        Tel.: 07223 – 990 98 13


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