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Ausgabe 13/2021

1. November 2021

IhrKonzept_Erfolgreich-Geld-anlegen_Bilanzsumme-Fed-EZB-BoJ_2010-bis-2021

Guten Tag, reader reader.

Vor etwas mehr 80 Jahren steckte das Deutsche Reich mitten in den Vorbereitungen zu einem Krieg. Dazu brauchte es Geld, sehr viel Geld. Mit Kriegsanleihen waren diese Finanzmittel nicht mehr zu beschaffen. Der Bevölkerung war die vollständige Entwertung der Kriegsanleihen des Ersten Weltkrieges noch zu präsent.

So wurden in einem beispiellosen Akt alle Sparkassen, Banken und Versicherungen verpflichtet, Staatsanleihen zu zeichnen oder Staatskredite zu geben. Damit schöpfte der Staat einen Teil der Guthaben ab und nutzte diese zu einer "geräuschlosen Kriegsfinanzierung".

Heute brauchen alle Staaten Jahr für Jahr mehr Geld als sie mit Gebühren, Zöllen und Steuern von ihren Bürgern erheben können. Schon in einem „normalen“ Jahr entsteht ein zusätzliches Staatsdefizit. Dabei sind die Zahlen zum jährlichen Defizit und zum Gesamtschuldentand – auch oder vielleicht gerade in Deutschland – eine Täuschung. Sie berücksichtigen nämlich nicht die Pensionsverpflichtungen für unsere Beamten und die künftig weiterhin steigenden Subventionen zur Stützung unseres chronisch unterfinanzierten Rentensystems.

Außergewöhnliche Ereignisse wie eine Pandemie sind in unserem Staatshaushalt ohnehin nicht eingeplant. Die wegen Covid-19 entstandenen zusätzlichen Ausgaben ließen die Staatsschulden in Deutschland und überall sonst in der Welt explosionsartig steigen. Woher nimmt unser Staat dieses Geld? Womit soll die Staatsschuld wieder reduziert werden?

Finanzierung über zusätzlich ausgegebene Anleihen
Auch heutzutage kaufen Sparkassen, Banken und Versicherungen laufend Staatsanleihen. Im Unterschied zu früher stehen heute die Notenbanken (in den USA die Fed, in der Eurozone die EZB, in Japan die BoJ) Gewehr bei Fuss, diese Anleihen sodann in nahezu unbegrenztem Umfang anzukaufen. Dies hat zwei Konsequenzen:
  1. Die Staaten können ihren Schuldenstand problemlos erhöhen
  2. Der Zinssatz für diese Staatsanleihen wird künstlich niedrig gehalten
Die folgende Grafik verdeutlicht den ersten Punkt. Die Erhöhung der Bilanzsumme der drei benannten Notenbanken resultiert im Wesentlichen aus dem Ankauf von Staatsanleihen, also aus der Erhöhung der Staatsverschuldung.
Geld-Besitzer subventionieren die Staatshaushalte
Die weitere Grafik demonstriert, wie mit diesen Maßnahmen eine systematische Enteignung aller Geld-Sparer erfolgt. Normalerweise hat jedes Wirtschaftsgut einen gewissen Preis. Überlassen Sie dieses Wirtschaftsgut einem anderen zur Nutzung, dann erhalten Sie eine Pacht oder eine Miete, eine Nutzungsgebühr – oder eben einen Zins, wenn Sie „Geld“ überlassen. So sind wir es seit Jahrzehnten gewohnt. Deswegen haben wir uns auch Guthaben in „Geld“ aufgebaut, auf Konten, über Versicherungen, über Pensionsfonds, etc. Wir wollten damit vor allem im alter regelmäßige Erträge erzielen und ab und zu auch etwas davon verbrauchen.

Heute aber gibt es für die Überlassung von „Geld“ keinen Zins mehr. Im Gegenteil: wenn wir dem Staat unser Geld für ein Jahr überlassen, indem wir eine einjährige Staatsanleihe kaufen, dann müssen wir dafür noch 0,69 % bezahlen. Wenn wir eine zehnjährige Anleihe kaufen, dann zahlen wir dafür Jahr für Jahr 0,11 %, insgesamt somit 1,1 % über die Laufzeit. Dies gilt für Sie persönlich, aber auch für die konventionelle Versicherung, in die Sie Prämien einbezahlen und auch für den Pensionsfonds, mit dem Ihr Arbeitgeber die Ihnen erteilte Pensionszusage rückgedeckt hat.
Erfolgreich-Geld-anlegen-mit-IhrKonzept_Zinsstruktur-Deutschland_Wellenreiter-Invest_30-10-2021
Geldbesitzer verlieren Jahr für Jahr an Kaufkraft
Neben dem Entfall der Zinserträge werden wir „Geld“–Besitzer durch die Inflation noch weiter enteignet. Mittelfristig müssen wir uns in Deutschland auf vielleicht etwas mehr als 2 % einstellen. Damit verliert unser „Geld“ Jahr für Jahr an Kaufkraft. In zehn Jahren repräsentieren unsere 100.000 Euro von heute nur noch eine Kaufkraft von 80.000 Euro.

So addieren sich der verschwundene Zinsertrag und der Kaufkraftverlust auf mehr als 5 % jährlich. Ich nenne dies eine systematische Enteignung von Geld-Besitzern.

Staaten können ihre Haushalte günstig finanzieren
Die Staaten mit hohen Schulden profitieren davon. Zunächst einmal werden die Staatshaushalte nur noch mit minimalen Zinszahlungen belastet. Je nach dem aktuellen Mix der zu bedienenden Anleihen könnte die Zinslast im Durchschnitt unter 1 % liegen. Sodann werden die Staatsschulden üblicherweise mit einem Prozentsatz im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) benannt. Eine hohe Inflation lässt das nominale BIP steigen. Würde der Schuldenstand auf dem gegenwärtigen Stand eingefroren, dann würde diese Ziffer zur Staatsverschuldung Jahr für Jahr optisch besser aussehen: aus aktuell 100 % Schulden (im Verhältnis zum BIP) werden bei 2 % Inflation in zehn Jahren (vereinfacht berechnet) nur noch 80 % Staatsverschuldung.

In dem neuesten „Ausblick auf die Kapitalmärkte“ lesen Sie, wie Sie gegensteuern können.
Kapitalmarktausblick per 1. November 2021: weiterhin volatil, aber kein Absturz (ihrkonzept.de)

Investoren in der steuerbegünstigen fondsgebundenen Versicherung LVL70 werden sich über die Wertentwicklung im Oktober freuen: über 5 % plus, wenn Sie gemäß dem Musterportfolio oder ähnlich wie im Musterportfolio investiert haben. Es besteht aus meiner Sicht auch kein Anlass, die Zusammensetzung des Musterportfolios zu ändern.

LVL70 - Musterportfolios 1-3: Ergebnisse per 30.10.2021 und Allokation ab November(private-insuring.de)

Herzliche Grüße
Ihr Walter Feil
Ihre Carina von Oosten



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Walter Feil: Tel. 07223 – 990 98 11, Mail: wf@ihrkonzept.de
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