Die Geschichte des Dreigeteilten Investmentkonzeptes begann im Jahr 2004. Ich war seinerzeit „Anlageberater“. Dies bedeutet: Ich durfte meine Kunden beraten, wie sie ihr Vermögen anlegen könnten. Ich konnte die gewünschten Positionen sogar online kaufen und verkaufen, musste aber vor Eingabe jeder einzelnen Transaktion den schriftlichen Auftrag des Kunden einholen.

Die Kunden folgten meinen Empfehlungen. Der Kundenkreis wuchs.

Ende 2004 wurde mir bewusst, dass diese Art der Zusammenarbeit keine Zukunft hatte. Ein weiteres Wachstum war mit dieser Methodik nicht möglich. Eine individuelle Zusammenstellung von Portfolios für jeden einzelnen Kunden war schon in ruhigen Zeiten kaum zu bewältigen. Was würde geschehen, wenn es an den Märkten turbulenter zugehen würde?

In den Kundengesprächen hatte ich gelernt, dass die Vorstellungen der Anleger, wie ich mit ihrem Vermögen umgehen sollte, nicht so weit auseinander lagen.

  1. Wenn die Märkte nach oben gingen, wollten sie dabei sein.
  2. Wenn das Risiko höher wurde, sollte ich vorsichtiger sein.
  3. Wenn die Kurse nach unten rauschten, wollten sie die Gewissheit, dass ihr Vermögen davon nicht betroffen war.

Das war nicht so schwer zu verstehen.

Ich legte drei Musterdepots für drei verschiedene Anlagestrategien auf. Fortan sprach ich mit meinen Kunden nicht mehr über einzelne Positionen, sondern nur noch über drei Anlagestrategien:

  • Strategie 1 für die kurzfristigen Anlagen. Hier stand im Vordergrund, das Risiko gering zu halten.
  • Strategie 2 für die mittelfristigen Anlagen. Damit sollte ein Kompromiss zwischen Rendite und Risiko erreicht werden.
  • Strategie 3 für die langfristigen Anlagen. Damit sollte langfristig ein hoher Wertzuwachs erreicht werden.

Meine Tochter zeichnete eine Illustration.

Bild 1 
Aus dem ersten Quartalsbericht für das dreigeteilte Investmentkonzept im Herbst 2005

Der erste Quartalsbericht für das Dreigeteilte Investmentkonzept

Bezüglich der Strategie 3 legte ich den Interessenten offen, wie ich mein eigenes Geld für später angelegt hatte und welche Ergebnisse ich damit erzielte. Das kürzte die Diskussionen stark ab. Fast alle Anleger wünschten, dass ich ihr „Portfolio III“ genau so zusammenstellen sollte.

Wir sprachen damit nicht mehr über einzelne Fonds, sondern über drei Anlagestrategien.

2005, 2006 und auch noch 2007 erlebten wir goldene Zeiten für unsere Kunden und für uns. Das Konzept ging auf. Die drei Anlagestrategien entwickelten sich genau so wie gewünscht:

  • Strategie I hatte sensationell geringe Wertschwankungen
  • Strategie II verdiente gutes Geld, und dies wie gewünscht mit nur mäßigen Schwankungen
  • Strategie III übertraf den Weltaktienindex um das Doppelte

Wir hatten den Stein der Weisen gefunden.

2007 folgte ein Schlüsselerlebnis. Es hat mein Verständnis von „Anlageberatung“, wie es der Gesetzgeber sich vorstellt, sehr verändert.

Es hing mit einer Position zusammen, mit der meine Kunden und ich drei Jahre lang viel Freude hatten. Wir waren seit 2005 dabei und hatten sehr gut verdient. Im Mai 2007 fiel mir auf, dass diese Position gegen den allgemeinen Trend an Wert verlor.

Bild 2
Eine Position aus der Anlagestrategie III: Zunächst extremer Wertzuwachs, dann Rückgang gegen den Trend.

Der Henderson Horizon Pan European Properties Fund legte von 2005 bis Anfang 2007 um über 100 Prozent zu. Dann begann - zu Beginn noch gegen den allgmeinen Trend - der Rückgang.

Phantastischer Wertzuwachs von 2005 bis Anfang 2007 – dann Rückgang gegen den Trend

Die Position musste raus aus den Depots. Ohne Unterschrift der Depotinhaber durfte ich aber nicht verkaufen. In einer Sonderschicht erstellten meine Mitarbeiter und ich Informationen für alle Depotinhaber. Die Sendung enthielt:

  1. Einen Brief mit Erläuterungen, was zu tun ist und warum
  2. Ein Antwortschreiben mit dem Verkaufsauftrag zum Unterschreiben
  3. Einen adressierten Rückumschlag, mit Briefmarke drauf.

Die Anleger mussten nur noch unterschreiben und den Brief einwerfen. Nach zwei Wochen waren erst wenige Unterschriften eingegangen. Also das Gleiche noch einmal von vorne:

  1. Brief, dieses Mal mit Dringlichkeitsvermerk
  2. Antwortschreiben mit dem Verkaufsauftrag zum Unterschreiben
  3. Adressierter Rückumschlag, mit Briefmarke drauf

Nach weiteren zwei Wochen fehlten immer noch einige Unterschriften. Das war frustierend!

In meinem Konzept hatte ich sicher nicht alles richtig gemacht. Da waren auch Fehlgriffe dabei. Wenn aber – wie in diesem Fall – zum richtigen Zeitpunkt investiert, der gute Lauf mit Geduld mitgenommen, der Verkauf dann zum richtigen Zeitpunkt empfohlen wurde – und die Anleger trotzdem Verluste erlitten, nur weil sie die Unterschriften nicht zurücksandten: Da lag ein grundsätzlicher Fehler im System.

Der Fehler war klar erkennbar. Die Anleger hatten die Vorstellung, dass der Feil sich schon darum kümmert. Läuft doch! … und war bequem. Aber Mitte 2007 hätte ich eine Unterschrift gebraucht, und zwar schnell. Diese Unterschrift kam in zu vielen Fällen nicht schnell genug zurück.

Nach dieser Erfahrung beschloss ich, die „Anlageberatung“, wie das im Vorschriftendeutsch heißt, einzustellen. Beratung ohne Handlungsvollmacht war eine Sackgasse. Stattdessen ging ich die Partnerschaft mit einem Vermögensverwalter ein, der als lizenzierter Portfolioverwalter selbst entscheiden darf, welche Positionen gekauft oder verkauft werden und wann er dies tun will. Diese Entscheidungen kann er – immer im Rahmen des erteilten Verwaltungsmandates – eigenständig umsetzen. Als Leiter der Niederlassung Bühl für die Gies & Heimburger GmbH konnte ich damit  handeln, ohne für jede einzelne Transaktion auf die Unterschrift des Kunden warten zu müssen.

Das Jahr 2008 hat uns gelehrt, dass in der heutigen Welt der Vermögensanlagen auch dramatische Entwicklungen eintreten können. Erfahrungen und Zusammenhänge, die bis 2007 galten, wurden 2008 außer Kraft gesetzt. Seit dem Zusammenbruch der Finanzmärkte nach der Lehman-Pleite ticken die Finanzmärkte anders. Nicht mehr Konjunktur und Arbeitsplätze, nicht mehr Bruttosozialprodukt und Anlegerstimmung – die Liquidität beeinflusst die Richtung der Kurse. Nach Lehmann war keine Liquidität mehr im Markt. Die Kurse stürzten ab. Alle Kurse, ohne Ausnahme.

Wir haben die Lektion gelernt und das Risikomanagement angepasst. Die interne Leitlinie ist heute: wenn die Märkte nach unten gehen, dann handle sofort und konsequent – auch wenn Du noch nicht genau weist, warum die Märkte nach unten gehen. Erst absichern und das Risiko reduzieren. Danach bleibt alle Zeit der Welt, die Ursachen für den Rückgang zu erforschen.

Im Dezember 2011 legten wir für die drei Anlagestrategien drei eigene Investmentfonds auf, zunächst nur für institutionelle Anleger. Damit erreichten wir drei Ziele gleichzeitig:

  • Die Transaktionskosten sanken deutlich.
    Vorher führten wir die Portfolios jeweils auf einem separaten Depot für jeden einzelnen Kunden. Anpassungen erfolgten zwar für alle Kunden gleichzeitig, die Kosten entstanden jedoch auf jedem Depot separat. Dies fraß in der volatilen Strategie III teilweise über zwei Prozent des Ertrags. Nach Einführung der drei Strategiefonds betragen die Transaktionskosten pro Anleger nur noch einen Bruchteil davon.
  • Der Steuerabzug entfällt.
    Jede Transaktion, die mit einem Gewinn abgeschlossen wurde, führt auf einem Depot stets zum Einbehalt der Abgeltungsteuer. Transaktionen innerhalb eines Fonds werden jedoch nicht mit Abgeltungsteuer belegt. Die Besteuerung des aufgelaufenen Wertzuwachses erfolgt erst viel später, wenn der Anleger Entnahmen aus dem Fonds vornimmt.
  • Die Absicherung wird professioneller
    In einem Fonds können sehr professionelle (und kostengünstige!) Positionen zur Absicherung gegen Wertschwankungen genutzt werden. Dies ist auf einzelnen Depots nicht oder nur mit erheblich höherem Aufwand möglich.

Die drei 3ik-Strategiefonds waren allerdings zunächst nur für institutionelle Anleger zugänglich, also für die eigenen Kunden im Rahmen eines Vermögensverwaltungsmandates. Wir nutzen die drei Fonds auch im Rahmen der Mandate von Versicherungsunternehmen, die damit fondsgebundene Versicherungen ausstatteten.

In 2012 arbeiteten wir vor allem an Verbesserungen der internen Managementprozesse und an der Implementierung von Maßnahmen, mit denen bei wachsendem Risiko eine effiziente Absicherung der Positionen erfolgen kann. Nach einem letzten Feintuning im Mai und Juni 2013 hatten wir diese Ziele erreicht. Die Ergebnisse der drei 3ik-Strategiefonds sehen jetzt genau so aus wie wir es uns wünschen.

Bild 3
Die drei 3ik-Strategiefonds sind erwachsen geworden. Wertentwicklung wie gewünscht.

Die drei 3ik-Strategiefonds entwickeln sich seit Umsetzung der jüngsten Verbesserungsmaßnahmen im Allokationsprozess wie gewünscht

Die Wertentwicklung der drei 3ik-Strategiefonds von Juli 2013 bis Juni 2014

  • 3ik-Strategiefonds I erzielt eine akzeptable Rendite mit geringen Wertschwankungen
  • 3ik-Strategiefonds II fängt das Angebot des Marktes mit mäßigen Schwankungen ein
  • 3ik-Strategiefonds III erzielte in zehneinhalb Monaten fast zwölf Prozent Wertzuwachs

Die Zusammenarbeit im Team mit Hans Heimburger als CIO (Chief Investment Officer), Walter Feil als Leiter des Research, Sabine Hamann als Assistentin des CIO und den weiteren Teampartnern, die stets auf der Suche nach guten Anlageideen sind, zahlt sich positiv aus.

Mit dem 3ik-Strategiefonds III soll „langfristig ein überdurchschnittlicher Wertzuwachs erreicht werden. Dies erfordert es, in positiven Marktphasen auch dort zu investieren, wo Wertzuwachs zu finden ist. Das geht nicht ohne die Inkaufnahme von temporären Rückgängen.

Der konsequente Einsatz von Anlagemodulen, die das Tempo und den Umfang eines Wertrückgangs verringern, reduzierte die Volatilität in allen drei Anlagestrategien. Am deutlichsten wird dies im 3ik-Strategiefonds III.

Bild 4
Begrenzung der Risiken am Beispiel des 3ik-Strategiefonds III

Die Absicherungsmaßnahmen des CIO Hans Heimburger führten dazu, dass - in diesem Beispiel von Juli 2013 bis Mai 2014 - in jeder Phase, in der der MSCIK Welt einen Wertrückgang erlebte, der Rückgang im 3ik-Stratgeifonds III geringer ausfiel. 

Der konsequente Einsatz von Absicherungs-Modulen führte dazu, dass ein Wertrückgang im 3ik-Strategiefonds III jeweils geringer ausfiel als im Weltaktienindex.

 

Der Weltaktienindex ging alleine von Juli 2013 bis Mai 2014 sechs Mal zurück. Jedes Mal haben die Absicherungsmaßnahmen in der Strategie III dazu geführt, dass der Rückgang im Strategiefonds III kleiner ausfiel als beim Weltaktienindex. Das können Sie beobachten …

  • im August 2013
  • im Oktober 2013
  • im Dezember 2013
  • im Januar 2014
  • im März 2014
  • und im April 2014

Kompliment an meinen Kollegen Hans Heimburger, der diese Absicherungen durchführt. Er schützt den Fonds vor zu großen Verlusten und schont damit die Nerven unserer Anleger.

Im Januar 2014 wurden die drei 3ik-Strategiefonds auch für den privaten Anleger freigeschaltet. Das Dreigeteilte Investmentkonzept mit seinen drei Publikumsfonds ist damit erwachsen geworden und auch für private Anleger überall in Deutschland verfügbar,

  • zum Kauf in Ihr Depot bei Ihrer Lieblingsbank
  • oder – hier immer ohne Ausgabeaufschlag – bei meiner Lieblingsbank, bei der Sie die volle Leistung einer Vollbank bequem per Online-Banking nutzen können
  • oder auch im Rechtsrahmen einer lebenslang steuerbegünstigten Private-Insuring-Police.

siehe: Private-Insuring für Anleger, die unternehmerisch denken

Wenn Sie prüfen möchten, wie wir jede Woche mit dem Vermögen unserer Kunden umgehen, dann fordern Sie den kostenfreien 3ik-Wochenbericht an. Jeden Freitagabend nach Börsenschluss, pünktlich zum Beginn der Tagesschau, starten wir den Versand an alle registrierten Abonnenten.

Mit dem 3ik-Wochenbericht erhalten Sie die Information, was wir in der aktuellen Woche unternommen haben, um die Ziele der drei Strategiefonds zu erreichen, welches Ergebnis wir damit erreicht haben und wie wir die Märkte für die nächsten Wochen einschätzen, kostenfrei auf Ihr Mail-Account. Damit schauen Sie uns quasi über die Schulter, mitten hinein in unsere Arbeitsstube. Sie wissen genau, was wir tun, welche Entwicklung wir an den Anlagemärkten erwarten, welche Chancen wir verfolgen, welche Risiken wir absichern. Sie bleiben informiert, wie wir mit Ihrem Vermögen umgehen und können jede Woche erneut entscheiden, ob unsere Arbeitsweise und die damit erzielten Ergebnisse Ihren Vorstellungen entspricht.

Der 3ik-Wochenbericht ist Teil der Freitags-Info – Sie erhalten damit jeden Freitag den neuesten Bericht über die wichtigsten Ereignisse der Börsenwoche und die Wertentwicklung der drei Fonds:

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