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Ausgabe 6/2020

1. Oktober 2020

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Nach der US-Notenbank denkt nun auch die EZB darüber nach, das Inflationsziel für die kommenden Jahre zu erhöhen. Jahrzehntelang haben beide Notenbanken immer wieder betont, dass die Sicherung der Geldwert-Stabilität das wesentliche Ziel ihrer Geldpolitik sei. Dieses Ziel scheint ab sofort weniger bedeutsam zu sein.

Genau genommen hat die Notenbank der USA - im Gegensatz zur EZB - bisher zwei Ziele gleichrangig nebeneinander verfolgt:

  1. Die Sicherung der Beschäftigung.
  2. Die Sicherung der Geldwert-Stabilität.
Damit ist jetzt Schluss. Am 27. August 2020 verkündete der Fed-Chef Jerome Powell einen historischen Strategiewechsel. Künftig soll das Inflationsziel nicht mehr bei weniger als zwei Prozentpunkte liegen, sondern bei „durchschnittlich“ zwei Prozent. Da die Inflation (wie immer diese Kennzahl wohl ermittelt wird) die letzten Jahre unter zwei Prozent lag, ist zu erwarten, dass die Fed künftig einen Anstieg über zwei Prozent tolerieren wird. Powell ließ offen, wie lange der Zeitraum für die Ermittlung der „durchschnittlichen“ Inflationsrate ausgedehnt würde.

Auch die EZB will Inflationsziel erhöhen

Gestern überraschte auch die EZB unter Leitung von Christine Lagarde die Märkte mit ersten Äußerungen, dass sie über eine Änderung des seit 2003 bestehenden Inflationsziels nachdenkt. Die verwendeten Vokabeln („durchschnittlich“, „Anpassung des Inflationsziels“, „zeitweise höhere Inflation“) hatten auffällige Ähnlichkeiten zu den Veröffentlichungen der Fed vor einem Monat.

Arbeitsmarkt soll gestützt werden

Wesentlicher Grund für diesen Strategiewechsel bei beiden Notenbanken ist die Absicht, mit einer extrem lockeren Geldpolitik weiterhin für niedrige Zinsen und üppige Liquidität in den Märkten zu sorgen. Die Fed und auch die EZB wollen nicht unter Druck geraten, die Zinsen bei steigender Inflation erhöhen zu müssen, um den Anstieg der Inflation möglichst schnell zu beenden. Priorität hat die Stützung des Arbeitsmarktes, was eine florierende Wirtschaft voraussetzt. Dies mag für viele zunächst einmal vernünftig und erstrebenswert klingen.

Inflation reduziert Schuldenquote

Eine steigende Inflation wird den Regierungen von Schuldenstaaten sehr willkommen sein. Sie führt automatisch zu einer (optisch) höheren Wirtschaftsleistung. Damit verbessert sich das Verhältnis zwischen BIP und Staatsschulden automatisch – die „Schuldenquote“ sinkt, auch ohne tatsächlichen Abbau von Staatsschulden.

Zweite Stufe der Enteignung beginnt

Wir sollten allerdings klar erkennen, dass mit einer steigenden Inflation die zweite Stufe der systematischen Enteignung von „Geld“ – Besitzern startet. Die erste Stufe begann vor etwa zehn Jahren, als die Notenbanken begannen, mit immer wieder neuen Begründungen vorher nicht gekannte Flutwellen von Geld in die Märkte zu schütten. Man nannte dies „Quantitative Easing“, was zur Rettung der Wirtschaft notwendig sei. Millionen von Bürgern, die in ihrer Lebensarbeitszeit Vermögenswerte in „Geld“ aufgebaut hatten, um davon im Alter sorgenfrei leben zu können, verloren damit die Erträge aus ihren Geldvermögen.

Inflation frisst die Substanz von Geldvermögen

Mit steigender Inflation folgt auf die Enteignung der Erträge die Enteignung der Substanz. Künftig drei oder vier Prozent Inflation pro Jahr sind genauso schädlich wie die Reduzierung der Zinserträge um den gleichen Prozentsatz. In zehn Jahren sind (vereinfacht dargestellt) dreissig bis vierzig Prozent des Vermögens in „Geld“ verloren. Die Summe bleibt gleich, aber die Kaufkraft ist weg. Das Ergebnis ist das Gleiche wie bei einem Diebstahl oder Raub: wenn Ihr Tresor geöffnet und dreissig Prozent des Inhalts gestohlen werden, verlieren Sie dreissig Prozent des Vermögens. Wenn die Inflation zehn Jahre lang arbeitet, verlieren Sie genauso viel.

Über Alternativen nachdenken

Jeder, nun wirklich jeder Besitzer von „Geld“ muss darüber nachdenken, wie er gegensteuern kann. Ist die Summe des Vermögens in „Geld“, „Anleihen“, „Rentenfonds“ und „Rentenversicherungen“ unter den veränderten Rahmenbedingungen noch angemessen? Oder sollten Teilbeträge davon in andere Arten von Vermögensanlagen umgeschichtet werden, die bessere Erträge liefern und dem Kaufkraftverlust vorbeugen?

Auf der Webseite habe ich einige Ideen für Sie bereitgestellt.

1. Erträge aus Immobilien - Wir müssen umdenken:
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3. Wie ist der Trend der Börse im Oktober?
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Herzliche Grüße
Ihr Walter Feil
Ihre Carina von Oosten



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